Sein Wort annehmen - den Herrn annehmen.

Geistlicher Studientag der Orden im Bistum Passau

 

Im ‚Jahr der Orden‘ hatte Bischof Stefan im Frühjahr den Impuls für das Treffen der Ordensleute aus dem ganzen Bistum gegeben. Am 19. September kam man wieder zusammen, diesmal in Schweiklberg. Domkapitular Josef Fischer, Ordensreferent, tätig im Haus der Begegnung in Burghausen, sprach zur ‚Geistlichen Berufung nach dem Markus-Evangelium‘. Die ursprüngliche Sprachgewalt des Markus machte er deutlich an einer interlinearen Übersetzung, nahe am griechischen Urtext, und im Nachspüren der Schlüsselwörter. Damit setzte er die Anwesenden hinein in die Erfahrungswelt der Jünger, die Jesu Ruf hörten, annahmen und hinter ihn traten. Das Wort  Jesu aufnehmen und ihm folgen meint auch heute, den Herrn selbst aufnehmen.

Die 50 Ordensleute aus verschiedenen Gemeinschaften waren zu Gast im neu etablierten Haus St. Benedikt, dem Trakt der Benediktiner-Abtei Schweiklberg für Einzelgäste und Gruppen. Die neuen Räume sind sehr schön geworden. Das Beda-Haus hat ja die Caritas angemietet, um es für die Aufnahme von Flüchtlingen vorzubereiten, eine der Initiativen im Bistum, dieser Herausforderung unserer Zeit zu begegnen.

Die erfrischende Auslegung der vertrauten Schriftstellen durch Josef Fischer war eine Auffrischung der eigenen Berufungserfahrung und eine Ermutigung, das rufende Wort Jesu so klar wie Markus auch anderen weiterzusagen. Eingeübt wurde dies im Gespräch in Kleingruppen nach den einzelnen Impulsen. Und wir nehmen es mit hinaus in unsere jeweilige Sendung.

 

Pater Alois Greiler sm

Ordenstag in Altötting mit Bischof Stefan Oster SDB

Bei strahlendem Sonnenschein machten sich über 130 Ordensleute aus dem Bistum Passau auf den Weg nach Altötting. Die Arbeitsgemeinschaft der Orden in der Diözese Passau lud in diesem "Jahr der Orden" in den beliebten Wallfahrtsort zu einem Ordenstag bei den Schwestern vom Heiligen Kreuz ein. Eine besondere Freude war es, dass sich Bischof Stefan Oster SDB den gesamten Tag für "seine" Ordensleute frei hielt. In einem Referat "Maria und das geweihte Leben - Impulse aus dem Johannes-Evangelium" am Vormittag, stellte er Maria als die Person vor, die ganz aus der Gotteskindschaft lebte, die Gott ihre ganze Liebe schenkte. Auch für uns als Ordensleute geht diese Liebe Gottes voraus, eine Liebe, die er uns umsonst, d. h. total gratis immer schenkt. Unsere Berufung ist es Gott umsonst zu lieben und aus dieser (seiner!) Liebe zu leben.
Nach dem Vortrag mit einer Zeit des Austausches, dankte die Vorsitzende der AGOP Sr. Helene Wecker Bischof Stefan, gleichzeitig wollte sie ihm im Namen aller Ordensleute zu seinem Geburtstag gratulieren. Als Geschenk überreichte sie einen Korb mit Klosterprodukten aus den verschiedenen Konvente für seinen "Haushalt".

Das gemeinsame Mittagessen, der freie Nachmittag mit verschiedenen Möglichkeiten wie Führungen, Besichtigungen, Gebet, Stille... wurden gerne angenommen.

Um 15:15 Uhr fand die Eucharistiefeier in St. Magdalena statt. Konzelebranten waren DK Josef Fischer als Ordensreferent der Diözese Passau, Pater Norbert Schlenker, Guardian und P. Dr. Alois Greiler ms.

 

Tag des geistlichen Lebens - 2. Februar - Maria Lichtmess

Die Diözesanstelle für geistliche Berufe und Dienste der Kirche in Passau lud am Montag, 2. Februar, zum Tag des geistlichen Lebens nach St. Paul ein. Der Eucharistiefeier um 18:00 Uhr stand unser H. H. Bischof P. Dr. Stefan Oster SDB vor. Erfreulich viele Gläubige und Ordensleute waren zur Feier und auch zur anschließenden Begegnung ins Haus St. Maximilian gekommen.

 

Orden: Für eine Lebenskultur, die den Menschen gut tut

Mitgliederversammlung der Orden im Bistum Passau

Am Donnerstag, 27. November, fand im Priesterseminar St. Stephan die jährliche Mitgliederversammlung der im Bistum vertretenen Orden statt. Besonders begrüßen durfte die Versammlung Bischof Stefan Oster SDB, auch Ordensmann, Generalvikar Dr. Metzl und Domkapitular Josef Fischer, Ordensreferent.

Nach einem geistlichen Einstieg stellte der Vorstand im Jahresrückblick vor, was die AGOP 2014 unternommen hat: viele Begegnungen im Bistum und unter den Orden, Ordenstag und Studientag, ‚Tag der offenen Klöster‘ und liturgische Feiern auf Bistumsebene und anderes mehr.

Arbeitsthema dieses Nachmittags war das ‚Jahr der Orden‘, das Papst Franziskus für Advent 2014 bis 2. Februar 2016 ausgerufen hat. Sr. Helene Wecker gab einen informativen Einstieg zum Anliegen dieses Jahres. Anschließend sprach Bischof Stefan in einem Grundsatzreferat, dem er aus „Lumen Gentium“, dem Dokument des Vaticanum II über die „Kirche“, den Art. 46 zu Grunde legte: „Die evangelischen Räte stehen der wahren Entfaltung der menschlichen Person nicht entgegen, sondern fördern sie aufs höchste.“ In Rahmen einer Anthropologie des Ordenslebens zeigte er auf, inwiefern Orden und Ordensgelübde – trotz vielfacher Vorurteile – in Wahrheit den Menschen zu einer Lebenskultur der ‚Sachlichkeit‘, einem lauteren Umgang mit Liebe und Beziehung, Besitz und Macht führen und damit die menschliche Entfaltung „aufs höchste“ fördern. Das gilt für die Ordensleute selbst, spricht aber auch die Lebenskultur aller Christen an, denen die „evangelischen Räte“ auf ihnen entsprechende Weise gelten. Das ‚Jahr der Orden‘ ist eine Möglichkeit, dies neu zu beleben.

In einer Gruppenarbeit wurde dies vertieft und es wurden Ideen gesammelt für die konkrete Ausgestaltung dieses „Jahres der Orden“ in unserem Bistum. Als Ordensleute wünschen wir uns, dass neben den Bemühungen der Orden selbst auch das Bistum und die Pfarreien Ordensleben und Ordensberufung als Lebensform in der Kirche ansprechen und neu bewusst werden lassen.

Der Ausblick am Schluss der Versammlung stellte die Planungen der AGOP für 2015 vor, wobei die Veranstal­tun­gen auf das ‚Jahr der Orden‘ hin profiliert sein werden, siehe auch www.jahrderorden.de.

Natürlich kamen das persönliche Gespräch und der Austausch von Neuigkeiten nicht zu kurz. Der Nachmittag festigte das Miteinander unter den Orden und der Orden mit dem Bistum. Im Konzert der Berufungen folgen wir ja alle dem einen Dirigenten, Christus, dem Herrn. Domkapitular Fischer erinnerte uns mit dem Schlussgebet und Segen daran.

P. Alois Greiler SM

Ordenstag 2014 in Burghausen, der geistlichen Stadt

Zum Ordenstag am 14. Juni 2014 hatte der AGOP-Vorstand nach Burghausen eingeladen. Zwei Busse machten sich auf den Weg. Domkapitular und Ordensreferent Josef Fischer begrüßte alle Ankommenden per Handschlag an der Tür des ‚Hauses der Begegnung‘. Nach einem Getränk ging es zu einem sehr anschaulichen und kenntnisreichen Vortrag. Realschullehrer i.R. Thomas Kühner sprach über: „Burghausen, die geistliche Stadt – wie ich sie erlebt habe“. Neben den Salesianern, bei denen er selbst Schüler war, stellte er die Kapuziner, die Englischen Fräulein und die Drittordensschwestern vor, außerdem das kleine Seminar des Bistums, St. Altmann (davor Krankenhaus, heute ‚Haus der Begegnung‘) und die stark gesunkene Zahl von Diözesanpriestern in der Stadt. Ein Priester darf jeweils auf der Burg einen Turm bewohnen! Die Präsenz von Geistlichen hat sich auch in Burghausen sehr gewandelt. Heute ist die ganze Stadt eine Pfarrei. Weiterhin sind Ordensleute in der Stadt präsent, wenn auch weit geringer als vor Jahrzehnten.
Nach einem sehr guten Mittagessen im Haus, das Zeit zum Gespräch bot, ging es für die eine Gruppe zur Burgführung, für die andere Gruppe zur Stadtführung.
Das Wetter war sehr warm, die Aussicht großartig. Alle waren angetan von der Schönheit Burghausens und kehrten mit frischen Kenntnissen über den Süden unseres Bistums zurück.
Den Abschluss bildete die Eucharistiefeier in der Heilig-Geist-Spital Kirche.