Professjubiläen 2026 im Passauer DOM

Gemeinsam das Ordensjubiläum feiern

18 Ordensleute haben ihr 40- bis 75-jähriges Ordensjubiläum gemeinsam mit Bischof Stefan Oster SDB im Passauer Stephansdom gefeiert. Der Gottesdienst fand am Hochfest Peter und Paul im Rahmen der 11. Maria-Hilf-Woche statt. Insgesamt sind es 31 Ordensfrauen und -männer aus dem Bistum Passau, die ihr Jubiläum feiern können.

Die 18 Jubi­la­rin­nen und Jubi­la­re kön­nen inzwi­schen auf vie­le Jahr­zehn­te eines Lebens für Chris­tus zurück­bli­cken. Und die­ses 40- bis 75-jäh­ri­ge Ordens­ju­bi­lä­um haben sie im Rah­men eines Pon­ti­fi­kal­got­tes­diens­tes im Pas­sau­er Ste­phans­dom mit Bischof Ste­fan Oster gefei­ert, der sich sehr über die Zeu­gin­nen und Zeu­gen Jesu Chris­ti freu­te. Ins­be­son­de­re auch des­we­gen, weil wir am 29. Juni das Hoch­fest Peter und Paul fei­ern. „Auch wenn wir spü­ren, dass wir nicht grö­ßer, son­dern eher klei­ner wer­den, ist es schön, heu­te so mit Ihnen zu fei­ern. Und auch, im Dom zu fei­ern, weil die­ser ja immer auch das Herz der Kir­che ist!“ Mit die­sen Wor­ten begrüß­te der Bischof die Jubi­la­rin­nen und Jubi­la­re zu Beginn. Neben wei­te­ren Ordens­leu­ten waren auch Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter der Arbeits­ge­mein­schaft der Orden im Bis­tum Pas­sau (AGOP) gekom­men, um mit­zu­fei­ern. Auf ihre längs­ten Diens­te als Ordens­frau­en mit 75 Jah­ren zurück­bli­cken kön­nen dabei die bei­den Deutsch­or­dens­schwes­tern Sr. Maria-Imma­cu­la­ta Nie­der­le und Sr. Gott­frie­da Kolb.

Bischof Dr. Stefan Oster SDB mit den Ordensjubilaren 2026

Ordensleute: Hüter des Namens Jesu

In sei­ner Pre­digt ging der Bischof auf die Ordens­leu­te als Hüter des Namens Jesu ein und nahm hier zuerst Bezug auf die Fra­ge Jesu aus dem Mat­thä­us­evan­ge­li­um an sei­ne Jün­ger: „Für wen hal­ten die Leu­te den Men­schen­sohn?“ Wor­auf­hin Petrus ant­wor­te­te: „Du bist der Mes­si­as, der Sohn des leben­di­gen Got­tes.“ Eine „Erkennt­nis aus dem Inners­ten sei­ner See­le, aus dem inne­ren Ort, der auch von Gott bewohnt ist“, wie er beton­te. Pau­lus hät­te Jesus erkannt. Die­ses Erken­nen sei auch unser Auf­trag als Kir­che, so der Bischof, und – dar­aus abge­lei­tet – die Welt mit Jesus bekannt zu machen.

Heu­te bekä­me man auf die Fra­ge „Was den­ken Sie denn von Jesus?“ ganz unter­schied­li­che Ant­wor­ten. Jeder hät­te sein per­sön­li­ches Jesus­bild, so der Bischof. „Und ist es mög­lich, vom Jesus­bild zur Wirk­lich­keit Jesu durch­zu­drin­gen, sodass unser Spre­chen von ihm, unser Sagen sei­nes Namens, erfüllt ist mit der Wirk­lich­keit, die wahr ist, die der Welt den wah­ren Jesus zeigt?“ Ein wesent­li­cher Punkt im Erken­nen Jesu sei die Kir­che. Und das Herz der Kir­che sei zuerst Maria, die Mut­ter Jesu. „Ich hät­te so gern gehört, wie die Mut­ter­got­tes ein­mal ‚Jes­hua‘ sagt und was damit alles hin­ein­ge­legt ist in die­sen Namen, in ihre Erkennt­nis. Und wir spü­ren auch im Evan­ge­li­um, wie die­ses Erken­nen bei ihr wächst.“ Das Herz der Kir­che sei­en aber auch die hei­li­gen Frau­en und Män­ner, oft auch Ordens­leu­te, mein­te er wei­ter und nann­te den hei­li­gen Tho­mas von Aquin, Ire­nä­us von Lyon, die hei­li­ge Mut­ter Tere­sa und Papst Johan­nes Paul II. als Bei­spie­le. Ein wei­te­rer Weg des Erken­nens Jesus sei – neben der Got­tes­mut­ter und den Hei­li­gen – auch die Fei­er der Lit­ur­gie. „Im Wort der Schrift, das wir mit­ein­an­der beten, aus­le­gen, uns gegen­sei­tig zei­gen, erken­nen wir in der Kir­che, wer der Herr ist.“

 Die mitfeiernden Ordensjubilarinnen und -jubilare

  • 40 Jah­re: Sr. Manue­la Kollmannsberger
  • 50 Jah­re: Br. Leo Horochlin
  • 55 Jah­re: Sr. Anne­lie­se Hoch­rei­ter, Sr. Eva-Maria Fuße­der, Sr. Rita Düch­ting, Sr. Scho­las­tika Niederländer
  • 60 Jah­re: Sr. Doris Die­ter­le, Sr. Irm­hild Wil­helm, Sr. Dag­mar Kreitmayr
  • 65 Jah­re: Pri­or-Admi­nis­tra­tor P. Richard Mul­te­rer, Br. Mon­ald Engert, Sr. Fabio­la Praml, Sr. Sido­nia Eberl, Sr. Mir­jam Mül­ler, Sr. Maria-Regi­na Zoh­ner, Sr. Gau­den­tia Zillinger
  • 75 Jah­re: Sr. Maria-Imma­cu­la­ta Nie­der­le, Sr. Gott­frie­da Kolb
(Text und Bild: Stephanie Hintermeier)