Gemeinsam das Ordensjubiläum feiern
18 Ordensleute haben ihr 40- bis 75-jähriges Ordensjubiläum
gemeinsam mit Bischof Stefan Oster SDB im Passauer Stephansdom gefeiert. Der
Gottesdienst fand am Hochfest Peter und Paul im Rahmen der 11. Maria-Hilf-Woche
statt. Insgesamt sind es 31 Ordensfrauen und -männer aus dem Bistum Passau, die
ihr Jubiläum feiern können.
Die 18 Jubilarinnen und Jubilare können inzwischen auf viele Jahrzehnte eines Lebens für Christus zurückblicken. Und dieses 40- bis 75-jährige Ordensjubiläum haben sie im Rahmen eines Pontifikalgottesdienstes im Passauer Stephansdom mit Bischof Stefan Oster gefeiert, der sich sehr über die Zeuginnen und Zeugen Jesu Christi freute. Insbesondere auch deswegen, weil wir am 29. Juni das Hochfest Peter und Paul feiern. „Auch wenn wir spüren, dass wir nicht größer, sondern eher kleiner werden, ist es schön, heute so mit Ihnen zu feiern. Und auch, im Dom zu feiern, weil dieser ja immer auch das Herz der Kirche ist!“ Mit diesen Worten begrüßte der Bischof die Jubilarinnen und Jubilare zu Beginn. Neben weiteren Ordensleuten waren auch Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der Orden im Bistum Passau (AGOP) gekommen, um mitzufeiern. Auf ihre längsten Dienste als Ordensfrauen mit 75 Jahren zurückblicken können dabei die beiden Deutschordensschwestern Sr. Maria-Immaculata Niederle und Sr. Gottfrieda Kolb.
Ordensleute: Hüter des Namens Jesu
In seiner Predigt ging der Bischof auf die Ordensleute
als Hüter des Namens Jesu ein und nahm hier zuerst Bezug auf die Frage Jesu
aus dem Matthäusevangelium an seine Jünger: „Für wen halten die Leute den Menschensohn?“ Woraufhin Petrus antwortete: „Du bist
der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Eine „Erkenntnis aus dem Innersten seiner Seele, aus dem inneren
Ort, der auch von Gott bewohnt ist“, wie er betonte. Paulus hätte Jesus
erkannt. Dieses Erkennen sei auch unser Auftrag als Kirche, so der Bischof,
und – daraus abgeleitet – die Welt mit Jesus bekannt zu machen.
Heute bekäme man auf die Frage „Was denken
Sie denn von Jesus?“ ganz unterschiedliche Antworten.
Jeder hätte sein persönliches
Jesusbild, so der Bischof. „Und ist es möglich, vom Jesusbild zur Wirklichkeit Jesu
durchzudringen, sodass unser Sprechen von ihm, unser Sagen seines Namens,
erfüllt ist mit der Wirklichkeit, die wahr ist, die der Welt den wahren
Jesus zeigt?“ Ein wesentlicher Punkt im Erkennen Jesu sei die Kirche. Und
das Herz der Kirche sei zuerst Maria, die Mutter Jesu. „Ich hätte so gern gehört, wie die Muttergottes
einmal ‚Jeshua‘ sagt und was damit alles hineingelegt ist in diesen
Namen, in ihre Erkenntnis. Und wir spüren auch im Evangelium, wie dieses
Erkennen bei ihr wächst.“ Das Herz der Kirche seien aber auch die heiligen
Frauen und Männer, oft auch Ordensleute, meinte er weiter und nannte den
heiligen Thomas von Aquin, Irenäus von Lyon, die heilige Mutter Teresa
und Papst Johannes Paul II. als Beispiele. Ein weiterer Weg des Erkennens
Jesus sei – neben der Gottesmutter und den Heiligen – auch die Feier der
Liturgie. „Im Wort der Schrift, das wir miteinander beten, auslegen,
uns gegenseitig zeigen, erkennen wir in der Kirche, wer der Herr ist.“
- 40 Jahre:
Sr. Manuela Kollmannsberger
- 50 Jahre:
Br. Leo Horochlin
- 55 Jahre:
Sr. Anneliese Hochreiter, Sr. Eva-Maria Fußeder, Sr. Rita Düchting,
Sr. Scholastika Niederländer
- 60 Jahre:
Sr. Doris Dieterle, Sr. Irmhild Wilhelm, Sr. Dagmar Kreitmayr
- 65 Jahre: Prior-Administrator
P. Richard Multerer, Br. Monald Engert, Sr. Fabiola Praml, Sr.
Sidonia Eberl, Sr. Mirjam Müller, Sr. Maria-Regina Zohner, Sr. Gaudentia
Zillinger
- 75 Jahre: Sr. Maria-Immaculata Niederle, Sr. Gottfrieda Kolb




