Sommerbrief und Studientag

Liebe Ordensobere, liebe Schwestern und Brüder,  
bevor die Urlaubs- und Ferienzeit in Bayern beginnt, möchte ich Sie über den Studientag im September mit Sr. Dr. Anneliese Herzig MSsR zum Thema Anbetung informieren.
Leider hat die Corona-Pandemie Bedingungen geschaffen, die es nicht zulassen, dass wir diesen Tag wie vorgesehen halten können. Wir müssen daher den Termin am 19. September dieses Jahres absagen.
Das Thema "Anbetung" ist immer neu und immer aktuell, darum hat P. Augustinus Sr. Anneliese Herzig erneut für 2021 eingeladen. Sie hat uns für den Samstag, 25. September 2021 in Neustift zugesagt. Das macht auch Freude für die Zukunft.
Mit einem Segenswunsch, den ich in diesen Tagen erhalten habe, grüße ich Sie alle herzlich.
 
Geh mit Gottes Segen
Er halte schützend seine Hand über dir,
bewahre deine Gesundheit und dein Leben
und öffne dir Augen und Ohren für die Wunder der Welt.
Er schenke dir Zeit zu verweilen,
wo es deiner Seele bekommt.
Er schenke dir Muße zu schauen, was deinen Augen wohltut.
Er schenke dir Brücken, wo der Weg zu enden scheint,
und Menschen, die dir in Frieden Herberge gewähren.
Der Herr segne, die dich begleiten und dir begegnen.
Er mache dein Herz froh, deinen Blick weit und deine Füße stark.
(aus Irland)
(Foto: eigen)
 
 

Ordenstag entfällt!

Leider müssen wir den geplanten Ordenstag am 6. Juni 2020 nach Dommelstadl und Vornbach absagen. Er kann nicht stattfinden und wird auch in diesem Jahr nicht verschoben.

 

AGOP-Vorstand

Gesegnete Kar- und Ostertage

Die Mitglieder des AGOP-Vorstandes wünschen Ihnen allen ruhige und im Glauben tiefgründende Kar- und Ostertage.

OSTERN lässt sich nicht aufhalten,
OSTERN ist jetzt schon,
OSTERN ist Vergangenheit,
Gegenwart und
Zukunft. 


 
 (Anastasis-Ikone, Pfarrei Öttingen)
 

EIN GESCHENK FÜR DIE WELT

Ordensleute aus dem ganzen Bistum kamen in der Votivkirche in Passau zum „Tag des geweihten Lebens" zusammen – ein Tag der Begegnung, aber auch ein Tag, um Gott für die eigene Berufung bzw. für das Wirken der Ordensleute in der Welt zu danken. Mariä Lichtmess, kurz vor 16 Uhr: Vor den Toren der Votivkirche am Eingang der Passauer Fußgängerzone pulsiert das Leben; trotz des schlechten Wetters sind viele Menschen unterwegs, mit dem Auto, mit dem Fahrrad, zu Fuß.
 
 


Auch drin­nen sit­zen vie­le Men­schen, Gemein­de­mit­glie­der, vor allem aber auch Ordens­leu­te der ver­schie­de­nen im Bis­tum ver­tre­te­nen Gemein­schaf­ten. Sie sind zusam­men­ge­kom­men, um mit­ein­an­der den ​„Tag des geweih­ten Lebens" zu bege­hen. Die Bank­rei­hen sind dicht gefüllt. Die Stim­mung aber ist eine ganz ande­re als drau­ßen: Da ist nichts von der Hek­tik, nichts vom Lärm der Stadt, son­dern eine tie­fe Stil­le – oder eigent­lich tref­fen­der: eine tie­fe Ruhe. Denn auch der Kir­chen­raum ist von einer beson­de­ren Leben­dig­keit erfüllt, einer Leben­dig­keit aber, die sich deut­lich von der drau­ßen unter­schei­det: einer Leben­dig­keit, die sich aus der Begeg­nung speist, der Begeg­nung mit sich selbst, mit dem Nächs­ten, mit Gott.
Es ist die­se beson­de­re Stim­mung, die den ​„Tag des geweih­ten Lebens" prägt, der, wie Dr. Franz Harin­ger, der neue bischöf­li­che Beauf­trag­te für die Orden im Bis­tum, am Beginn sei­ner Pre­digt erklär­te, nun schon seit über 20 Jah­ren immer am Fest­tag ​„Dar­stel­lung des Herrn" began­gen wird. ​„Es ist ein Tag, um Gott für die eige­ne Beru­fung zu dan­ken, aber auch ein Tag, um sich gegen­sei­tig in dem gege­be­nen Ver­spre­chen zu bestär­ken", so Harin­ger. Ohne die Ordens­leu­te und ihr beson­de­res Zeug­nis, das sich in einem ganz Gott hin­ge­ge­be­nen Leben rea­li­siert – einem Leben, das sich aber kei­nes­wegs vor der Welt ver­schließt, son­dern dem Nächs­ten nur umso tie­fer ver­bun­den ist –, ​„wäre nicht nur das Bis­tum ärmer, son­dern auch die Stadt, ja die gan­ze Region." 
Auch auf die Fra­ge, wie der ​„Tag des geweih­ten Lebens" mit dem Fest ​„Dar­stel­lung des Herrn" in Ver­bin­dung steht, ging Harin­ger ein. Das Evan­ge­li­um selbst, so zeig­te er, lie­fert die Ant­wort. Dort tref­fen Josef und Maria, die mit dem klei­nen Jesus in den Tem­pel kom­men, auf Sime­on und Han­na. Bei­de mer­ken sofort, dass sie kei­nem gewöhn­li­chen Kind gegen­über­ste­hen, denn bei­de ver­fü­gen über beson­de­re Qua­li­tä­ten – Qua­li­tä­ten, die auch vie­le Ordens­leu­te aus­zeich­nen, dar­un­ter Fröm­mig­keit, Gerech­tig­keit, die Fähig­keit, in trost­lo­sen Zei­ten war­ten zu kön­nen und nicht die Hoff­nung zu ver­lie­ren und eine Offen­heit für das Wir­ken des Hei­li­gen Geis­tes, eine Bereit­schaft, sich von ihm lei­ten zu las­sen. ​„Das alles", so Harin­ger, zeich­ne nicht nur Sime­on und Han­na aus, son­dern auch das Gott hin­ge­ge­be­ne Leben, das sich in dem Moment erfüllt, in dem es zur Begeg­nung mit Jesus kommt. Dar­über hin­aus sei der 2.2. aber auch des­halb beson­ders pas­send, weil es der Todes­tag von Pfar­rer Alfred Delp ist, der 1945 von den Nazis hin­ge­rich­tet wur­de. Delp habe ein­mal das gebeug­te Knie und die lee­ren, hin­ge­hal­te­nen Hän­de als ​„Urge­bär­den des frei­en Men­schen" bezeich­net. Denn frei sei der Mensch, der wis­se, vor wem er das Knie beu­ge, weil er erkannt habe, dass er nichts aus sich selbst her­aus besit­ze, son­dern von dem lebe, was ihm geschenkt wird. ​„Welch ein Gegen­satz zur ​‚Herrenmenschen'-Ideologie der Nazis, aber auch zur Selbst­be­zo­gen­heit unse­rer Zeit!" – mit die­sem Gedan­ken beschloss Harin­ger sei­ne Pre­digt und lud alle Anwe­sen­den im Namen des Ordens­re­fe­rats und der Arbeits­ge­mein­schaft der Orden im Bis­tum Pas­sau zu einem Begeg­nungs­abend ein. 
 

Ein schö­nes Bild: Wer bei der Ves­per zum ​„Tag des geweih­ten Lebens" von der Empo­re der Votiv­kir­che her­ab­blick­te, konn­te auf dicht gefüll­te Bank­rei­hen schau­en. Die Fei­er, die Dr. Franz Harin­ger lei­te­te, wur­de mit der Seg­nung der Ker­zen eröff­net und dien­te nicht nur dem gemein­sa­men Gebet, son­dern auch der Begegnung.
 
Pressemeldung am 03.02.2020
https://bistumpassau/Tag-des-geweihten-Lebens
Text und Bild: Barbara Osdarty
 
 

EINLADUNG



 TAG DES

GEWEIHTEN LEBENS

Feierliche Vesper

am Lichtmesstag

Sonntag, 2. Februar 2020
in der Votivkirche Passau
um 16:00 Uhr

Zelebrant und Prediger
Ordensreferent
H. H. Dr. Franz Haringer

BEGEGNUNG bei der Votivkirche

Alle Ordenschristen und Pfarrangehörigen

sind herzlich dazu eingeladen!

Ordensreferat, Passau
Arbeitsgemeinschaft der Orden im Bistum Passau (AGOP)